Keitum

Das wohl idyllischste Dorf der Insel, geschützt an der Wattseite gelegen, ist Keitum mit seinen ca. 2000 Einwohnern. Hohe Bäume überragen die alten Friesenhäuser, denen der einstige Reichtum der Seefahrer noch anzumerken ist. Die sehr reizvolle Landschaft am Rand des "Grünen Kliffs", die vielen alten Kapitänshäuser, verwinkelte Straßen, versteckte Wege und blühende Vorgärten ließen Keitum mehr und mehr zur eigentlichen Attraktion der Insel werden. Einer Sehenswürdigkeit gleich kommen einige der Friesenhäuser im alten Teil des Ortes.

Liebevoll erhalten und renoviert zeugen sie still von ihrer stolzen Vergangenheit und sind heute allerdings auch nicht mehr für jedermann erschwinglich, angeblich werden die größeren Häuser für 5 bis 10 Mio DM gehandelt. Sehenswertes: Zu erwähnen sei hier die im 13. Jahrhundert entstandene Kirche St. Severin auf der Geesthöhe nördlich von Keitum, der Turm diente bis 1603 als Seezeichen und bis 1806 auch als Gefängnis. Um die Kirche zieht sich der Friedhof, der gar manches über die Lebensgeschichten der hier ruhenden Insulaner zu erzählen weiß.

Die Geschichte der Insel wird vom Sylter Heimatmuseum dokumentiert, wo auch der Sylter Heimatverein "Söl'ring Foriining" sein Domizil hat. Am südlichen Ortsausgang von Keitum ist einer der schönsten Sylter Grabhügel der jüngeren Steinzeit zu besichtigen, der "Tipkenhoog", von wo aus man eine herrliche Fernsicht zur Nordspitze der Insel sowie auf den "Hindenburgdamm" und zum Festland hat. Direkt neben dem Tipkenhoog liegt der "Harhoog" aus der Zeit um 2500 v. Chr., ein Steinkreis mit Grabkammer, der immer wieder ein attraktiver Anziehungspunkt für Besucher ist.