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Einige Kilometer nördlich von Westerland liegt das seit 1960 anerkannte Heilbad Wenningstedt mit seinen ca. 1600 Einwohnern.
Wenningstedt hat ein vielfältiges Erscheinungsbild vorzuweisen. Als sympathisches Familienbad bekannt, wirken einige Teile des Ortes noch recht dörflich, andere wiederum kleinstädtisch. Sylts einziger Dorfteich, der
"Kiar" mit seinen beiden Vogelinseln, befindet sich hier und gleich nebenan die Friedenskapelle (1914), in der man das Vaterunser auf friesisch lesen kann. Wenningstedts eher kurze Strandpromenade zieht sich an der Kliffkante entlang und ist bis auf kleine Reste
abgestürzt. Einige Häuser mußten hier bereits aufgegeben werden, weil sich die Nordsee jährlich Stück um Stück von der Insel nimmt. Sehenswertes: Als echte Sylter Attraktion kann
man wohl den "Kliffkieker" bezeichnen, jenes Restaurant, welches seiner prekären Lage wegen bereits ein Stückchen landeinwärts verlegt wurde. Doch schon die nächste Sturmflut
kann gefährlich werden. Gleich hinter der Friesenkapelle hat Wenningstedt eine ausgesprochen interessante frühgeschichtliche Stätte zu bieten - "Denghoog". Das Ganggrab ist eines der bedeutendsten in Nordeuropa
überhaupt und wurde vor etwa 4000 Jahren angelegt. Es besteht aus riesigen Findlingen, die während der Saale-Eiszeit aus dem skandinavischen Raum
hierher transportiert und etwa um 2200 v. Chr. zu der Grabanlage aufgeschichtet wurden. Die Grabkammer an sich ist 5 m lang und ca. 3 m breit und nur über ein Loch in der Decke steigt
man ein und aus. "Denhoog" ist die friesische Bezeichnung für Thinghügel, was bedeutet, daß hier einst alle Rechtsangelegenheiten behandelt wurden. |
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